Editorial Mythos Speck

Mythos Speck

Es gibt doch so Mythen, legendäre Geschichten, die ‒ einmal erzählt ‒ nie wieder aus dem kollektiven Gedächtnis verschwinden. Zum Beispiel die Räuberpistole, dass man auf dem Potsdamer Platz in Berlin überfallen und einer Niere beraubt wird. Oder dass man beim Brasilien-Urlaub fürchterlich aufpassen muss, damit einem nicht irgendeine fürchterliche Spinne ihre 25 000 Eier unter die Haut legt. Ich bin mir ziemlich sicher: beides ist Quatsch! Im Bereich der Kochbücher gibt es auch so einen Mythos. Es soll ein Buch existieren mit dem englischen Titel „There’s probably no dish in the world that can’t be approved by bacon“. Sinngemäß übersetzt: „Es gibt kein Rezept auf der Welt, das mit Speck nicht noch besser wird.“ Die Suche nach diesem Buch ist leider völlig vergeblich, sowohl im Antiquariat als auch bei Google. Dabei wäre es ein gutes Buch. Der Titel vielleicht ein wenig übertrieben, aber die Inhalte würden mich interessieren. Wir haben in dieser Ausgabe dem Speck unsere Titelgeschichte gewidmet. Nicht nur, weil es dieses Buch nicht gibt. Der Speck ist grundsätzlich ein würdiger Kandidat für unser Titelblatt. Er ist nahrhaft, fett und geschmacksintensiv wie kaum ein anderes Lebensmittel, er ist würzig und sehr vielfältig einsetzbar. Also wenn das nicht zu BEEF! passt, dann weiß ich auch nicht. Und so möchte ich Sie gerne aufmerksam machen auf unsere Rezepte, die wir jeweils mit Speck noch verbessert haben. Vielleicht eignen sie sich ja für einen neuen, modernen Mythos. Und vielleicht schreiben wir dann auch irgendwann das Buch dazu.